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| Chorgemeinschaft Dülmen 1905 e.V. | ||
| Musikalische Leitung: Musikdirektor FDB Otto Groll | ||
Klassisch,
lustig, beschwingt
620 Besucher beim
Weihnachtskonzert der Chorgemeinschaft Dülmen
Bilder vom Weihnachtskonzert von S&F
Sessinghaus
Dülmen. Klassisch, weihnachtlich,
lustig und beschwingt – das Programm der Chorgemeinschaft Dülmen
beim traditionellen Weihnachtskonzert in der Aula des Schulzentrums
bot jede Menge Abwechslung und die gewohnt professionelle Darbietung
der Sänger rund um Chorleiter Otto Groll.
Schon Tage zuvor war die Veranstaltung ausverkauft, 620 Besucher
fanden in der bis zum Bersten gefüllten Aula Platz. „Der jüngste
Besucher heute ist fünf Jahre alt“, so Moderator Klaus Demes, der
die Zuschauer zwischen den Stücken unterhielt.
Kein Weihnachtskonzert des Dülmener Traditionschores ohne Stargast.
In diesem Jahr stand mit Daniel Behle ein besonderer Hochkaräter auf
der Gästeliste. Behle ist national und international als Tenor hoch
dekoriert. Ensemblemitglied der Frankfurter Oper und auch auf den
Opernbühnen in Mailand und Wien kein Unbekannter. „Und von Mailand
nach Dülmen ist es ja auch nur ein kleiner Schritt“, kündigte Klaus
Demes den Solisten an. Seine Stimmgewalt stellte Daniel Behle in
Werken aus „Die weiße Dame“, „Schön ist die Welt“ oder „Die lustigen
Weiber“ zur Schau. Richtige Weihnachtsstimmung kam bei „Cantique
Noel“ und dem wunderschönen „Maria Wiegenlied“ auf.
Neben seiner Stimme punktete Daniel Behle auch mit seiner
sympathischen Ausstrahlung und avancierte schnell zum Liebling des
Dülmener Pulikums, das aber auch dem heimischen Chor viel Applaus
zollte. In jedem Jahr reihen sich im Programm bekannte Klassiker wie
„Oh Happy Day“ oder „Im Abendrot“ von Schubert an
Chorinterpretationen bekannter Popsongs (zum Beispiel „Money, money,
money“ von ABBA) sowie die weihnachtlichen Klänge im zweiten Teil.
Immer wieder eingestreut: Eigenkompositionen von Otto Groll, der
kürzlich sein 50. Jubiläum als Leiter der Chorgemeinschaft feierte.
Ein Höhepunkt dabei direkt zu Beginn: In „Vater werden ist nicht
schwer“ wagte sich Groll an eine neue Form, Dichtung und Humor in
modernen Chorgesang einzubinden. Mit dem bekannten Gedicht von
Wilhelm Busch ist ihm dies sehr gut gelungen. Ein weiteres
Glanzstück am Ende – in „Swinging Christmas“ hatte Groll die
schönsten Weihnachtsmelodien für Chor arrangiert, ein schöner
Schlusspunkt für ein gelungenes Konzert.
Musikalisch unterstützt wurde die Chorgemeinschaft vom Ehrenmitglied
Prof. Xaver Poncette am Klavier, Achim Bednarz am Akkordeon und der
Rhythmusgruppe Heiden.
Eine kurze Unterbrechung fand das Konzert, weil ein Sangesbruder auf
der Bühne zusammensackte. Der Schockmoment nahm für den Betroffenen
und den Chor aber ein glückliches Ende. Ein Arzt aus dem Publikum
diagnostizierte Zuckerschock, der Mann kam wieder zu Bewusstsein und
konnte schließlich wohlbehalten nach Hause gebracht werden.
15. Dezember 2009 | Quelle: Dülmener Zeitung Alexandra Schlüter
Chorgemeinschaft singt für die Bürgerstiftung
Dülmen.
Egal ob Verdi, Abba oder Udo Jürgens. Die Chorgemeinschaft Dülmen
zeigte beim Benefizkonzert im Rahmen der Tiber Töne zugunsten der
Bürgerstiftung die große Bandbreite der Chormusik. Unterstützt
wurden sie von zwei erstklassigen Solisten.
Bevor der Chor auf eine musikalische Reise ging, bedankte sich
Christian Vogt, Vorsitzender der Bürgerstiftung, bei der
Chorgemeinschaft und den Sponsoren des Konzertes. „Als wir mit der
Idee gekommen sind, hat der Chor sie sofort unterstützt und
umgesetzt“, berichtete Vogt. Weiter blickte Vogt auf das Jubiläum
von Chorleiter Otto Groll, der seit 50 Jahren die Chorgemeinschaft
dirigiert (DZ berichtete). „Das ist ein Ereignis, was man erwähnen
sollte“, sagte Vogt und überreichte Groll einen bunten Blumenstrauß.
Dann begann das abwechslungsreiche, musikalische Programm. Passend
zum frühlingshaften Wetter stimmte der Chor auch heitere Töne an.
„Singen mit Freude“, „Freude am Leben“ und „Viva la Gloria“
vermittelten fröhliche Stimmung unter den Zuschauern. Auch für „Sing
a Song“ und „Mich trägt ein Traum“, im Original Abbas „I have a
dream“, erhielt der Chor viel Applaus.
26. April 2009 | Quelle: Dülmener Zeitung Patrick Hülsheger
Feurige und fröhliche Lieder
Chorgemeinschaft Dülmen und Solisten begeisterten mit ihrem
Konzert
Dülmen. Abwechslungsreiche Chorgesänge, sehr gute Solisten und die
ein oder andere schauspielerische Einlage. All das bot das Konzert
der Chorgemeinschaft Dülmen am Sonntagabend unter der Leitung von
Musikdirektor FDB Otto Groll.
Eröffnet wurde das Konzert mit zwei Stücken der Chorgemeinschaft.
Danach betrat Sopranistin Susanna Risch die Bühne und zeigte bei
„Nun eilt herbei“ und „Visse d’arte“ ihre stimmliche Qualität.
Fröhliche Stimmung verbreitete die Chorgemeinschaft mit „Leb dein
Leben“ und „Singen mit Freude“. Tenor James McLean bewies bei „Nessun
dorma“ und vor allem beim „Lied vom Kleinzack“, dass er nicht nur
eine gute Stimme, sondern auch schauspielerisches Talent besitzt.
Beim „Kleinzack“ und der „Russischen Serenade“ harmonierten Chor und
Solist sehr gut zusammen. Nach dem „Steppenfeuer“, eines der Lieder,
das Groll selber geschrieben oder für den Chor bearbeitet hatte, kam
es beim Stück „O soave fanciulla“ zum ersten Duett der beiden
Solisten, in das sie ebenfalls schauspielerische Elemente einbauten.
Zum Abschluss des ersten Teils sang der Chor das ruhige „Slowenische
Liebeslied“ und das fröhliche, rhythmische „Feurige Herzen, roter
Wein“ von Otto Groll und zeigte dabei, dass der Chor schnelle wie
auch langsame Stücke beherrscht.
Begleitet wurden die Chorgemeinschaft und die Solisten von Professor
Xaver Poncette am Flügel, der Rhythmusgruppe Heiden und Achim
Bednarz am Akkordeon. Durch das Programm führte Klaus Demes von der
Chorgemeinschaft.
Mit „Sing mit mir“ und „Frische Fahrt“ eröffnete die
Chorgemeinschaft schwungvoll den zweiten Teil. Susanna Risch, die zu
jedem ihrer Auftritte das Kleid wechselte, faszinierte mit „Meine
Lippen, die küssen so heiß“ dann nicht nur das Publikum. Während
ihres Vortrages setzte sie sich auf den Schoß des Bassisten der
Rhythmusgruppe Heiden und verteilte ein Küsschen an Jürgen Groth.
Nach „Erinnerung an Sorrent“ und „Valencia“, sang McLean „La
Mattinata“. Für „I will follow him“ wechselte der Chor ins
Englische, ehe Risch und McLean Hand in Hand „Wer hat die Liebe“ von
Franz Lehár“ sangen. Den Abschluss des Programms bildeten
„Griechischer Wein“ und die „Melodien der Herzen“, bei denen alle
Musiker zusammen ein großes Finale boten.
Die Zuschauer bedachten alle Aktiven mit stehenden Ovationen. Chor
und Solisten revanchierten sich mit drei Zugaben. Dabei wetteiferten
Risch und McLean noch ein wenig, wer denn den Ton länger halten
konnte.
Sänger und Zuschauer waren nach dem Konzert mehr als zufrieden „Der
Chor hat uns super unterstützt, und es war super, wie die Zuschauer
von Anfang an mitgegangen sind“, sagte Risch nach dem Konzert. Auch
Otto Groll zog ein sehr positives Fazit. „Die Solisten und der Chor
sind sehr gut aufeinander eingegangen und alle haben ein
hervorragendes Konzert abgeliefert“, sagte er.
25. Dezember 2008 | Quelle: Dülmener Zeitung Patrick Hülsheger
Konzert im KTC
Beim Trinklied jubelt das Konzert-Publikum
Coesfeld. Auf der Bühne des Konzert Theaters standen rund 160 Sänger der stimmgewaltigen Chorgemeinschaft des Musikdirektors Otto Groll, die sich aus den Männerchören der Chorgemeinschaft Dülmen, Heiden, Buldern, Essen und Bocholt zusammensetzt. Eine musikalische Mischung aus Klassik, Romantik und auch Musik aus unserer Zeit erwartete die Zuhörer.
Bei einem Konzert mit reinen Männerchören besteht die Gefahr, dass es eintönig und spannungslos wird. Dem wurde dank der geschickten Zusammenstellung des Programms entgegen gewirkt. So wechselte Chorgesang mit solistischen Vorträgen – auch in Verbindung mit dem Chor.
Die Solisten Anton Denker (Tenor), Günther Möllers (Tenor), Wolfgang Pieper (Bariton) und Josef Böing (Mundharmonika) kommen aus der Chorgemeinschaft. Sopranistin Cordula Berner, Prof. Xaver Poncette am Flügel und weitere Instrumentalisten wurden zusätzlich engagiert. Beim Chor fiel auf, dass er trotz seiner Größe eine geschlossene, deutliche Aussprache hatte. Wunderschön bei den Decrescendi (leiser werdend) und den gleitenden Tempowechseln, wo der Chor exakt und blitzschnell dem hervorragenden Dirigenten folgte. Am schönsten aber war der Chor anzuhören, wenn er trotz seines Volumens, besonders bei den hohen Lagen, sensibel sanfte Töne anschlug. Von den über 20 Titeln sind „Kleines Frühlingslied“ von Mendelssohn Bartholdy und Schuberts „Allmacht“ hervorzuheben, wo ein schöner klanglicher Kontrast mit Sopranistin Cordula Berner zum Chor entstand. Natürlich mit viel Jubel des Publikums bedacht: Trinklied und Duett aus Verdis „La Traviata“. Mit viel Gefühl „Coralee“ – eine nicht oft zu hörende Schöpfung Otto Grolls, mit Mundharmonika Solo (Josef Böing) und Chor. Einfach schön war der „Andalusische Traum“ von Augustin Lara und von Groll für Sopran und Chor bearbeitet. Das Konzert endete mit einem Musical-Medley, das von Otto Groll eingerichtet wurde. Moderatorin Angelika Nehm führte mit Charme durch den eindrucksvollen Abend. Das Publikum war zu recht begeistert. Zum Schluss langer Applaus, stehende Ovationen und vier Zugaben.
Allgemeine Zeitung -29.04.2008- von Manfred van Os
Bilder vom Konzert von Burkhard Jeising
Musikalischer
Ohrenschmaus
Die Chorgemeinschaft und Chöre der Kantorei Hl. Kreuz boten 500
Zuhören einen musikalischen Ohrenschmaus
Dülmen.(ab). Mit einem Konzert zum Advent leitete
die Chorgemeinschaft Dülmen mit Unterstützung der Kantorei Heilig
Kreuz die bevorstehende Adventszeit ein. Mehr als 500 Zuschauer und
vor allem Zuhörer kamen am Sonntagabend zum Jahreskonzert in die
Heilig-Kreuz-Kirche.
Als Solisten gelang es in diesem Jahr Uwe Buchmann zu verpflichten,
einem Tenor, dem Musiker als "Nachwuchstenor" eine große Karriere
voraussagen. "Ein neuer Stern am Opernhimmel", so Klaus Demes von
der Chorgemeinschaft Dülmen, der durch das Programm führte.
Vielfältig waren nicht nur die Lieder. Insbesondere durch die
abwechselnden Auftritte der Chorgemeinschaft und der Chöre der
Kantorei Heilig Kreuz, bestehend aus Kirchenchor, Kinder- und
Jugendchor, wurde den Zuhörern ein musikalischer Ohrenschmaus
geboten. Denn auch die Chorgemeinschaft Dülmen verfügt mit Anton
Kleine über einen aus vielen Auftritten bekannten Solisten.
Gleichzeitig bot sich dem Zuschauer ein imposantes Bild beim
gemeinsamen Auftritt aller Beteiligten.
Das Publikum bedankte sich mit Applaus, der - vermutlich vor
Begeisterung - auch schon mal ein wenig verfrüht - einsetzte. Die
Leitung des Konzerts hatte Musikdirektor Otto Groll. Unterstützt
wurde er von Andrea Breimann (Leitung Kantorei Heilig Kreuz) sowie
Bernhard Weimann an der Orgel und am Klavier.
04. Dezember 2007 | Quelle: Dülmener Zeitung
Chorgemeinschaft
Groll mit 220 Sängern in der Philharmonie Essen
Dülmen. Die Groll-Chöre begeisterten
am vergangenen Sonntag mit mehr als 200 Sängern ca. 1500
Zuhörer in der Essener Philharmonie. Die Sänger des MGV Germania Buldern und der Chorgemeinschaft Dülmen wirkten mit.
Otto Groll hatte seine Sänger bestens vorbereitet, die Einsätze
kamen präzise und in der Dynamik folgten die Sänger ihrem Dirigenten
äußerst konzentriert.
Bereits am Anfang des Konzerts zeigte sich bei dem russischen „Amin“
die Stimmgewalt des Klangkörpers, der aber auch dank der
hervorragenden Akustik des Konzertsaals mit einem selten zu hörenden
Pianissimo die Zuhörer lauschen ließ.
Nach einem besinnlichen ersten Teil des Konzerts bot der
zweite Teil Melodien aus gehobener Unterhaltungsmusik
und Musicals. Großen Beifall erhielten die Sopranistin Cordula
Berner und der Tenor Daniel Behle, die mit ihren bestens geschulten
Stimmen und gekonnten Vorträgen das Publikum überzeugten. Großen
Anteil am Erfolg hatten aber auch die choreigenen Solisten Anton
Denker, Günter Homann und Josef Böing sowie Achim Bednarz am
Akkordeon und die Rhythmusgruppe Heiden. Professor Xaver Poncette
begleitete einfühlsam und virtuos am Flügel. Otto Groll leitete
souverän und setzte meisterhaft Akzente. Begeisterter, lautstarker
Beifall und Standing Ovation haben wieder einmal bewiesen, dass
seine Konzerte bei den Zuhörern ankommen.
27. Juni 2007 | Quelle: Dülmener Zeitung
Konzert der Chorgemeinschaft Groll mit 220
Sängern in der Philharmonie Essen
Dülmen. Am Sonntag, 24. Juni, ist es endlich soweit. In dem
beeindruckenden Konzerthaus, der „Philharmonie Essen“, wird die
Chorgemeinschaft Groll, bestehend aus 220 Sängern, für ein
musikalisches Highlight in der Welt der Chormusik sorgen. Die
Präsentation eines solchen Chores, diese Stimmgewalt zu hören, ist
ein einmaliges Erlebnis. Mitwirkende Chöre sind: MGV Germania
Buldern, Quartettverein Bocholt, Concordia Heiden, Chorgemeinschaft
Dülmen und Gastgeber Männerchor "Kraftlicht" RWE, Essen. Otto Groll,
der auf eine fast 50-jährige musikalische Chorarbeit zurückblickt,
hat mit seinem musikalischen Gespür ein Programm zusammengestellt,
das die Zuhörer begeistern wird. Der erste Teil bringt Gesänge aus
der russischen Kirchenmusik zu Gehör und im weiteren Verlauf Werke
der romantischen Chormusik von Franz Schubert und Felix Mendelssohn
Bartholdy bis Guiseppe Verdi. Der zweite Programmteil ist mehr der
unterhaltenden Chormusik vorbehalten. Bekannte Melodien der
Internationalen Folklore und aus dem Bereich der Operette und
Musical. Die intensive Zusammenarbeit zwischen Chorleiter und
Sängern bestimmt ein großes Maß an gegenseitigem Respekt. Otto Groll
hat in seinen Proben neue Maßstäbe gesetzt. Disziplin und Freude
gehen bei ihm Hand in Hand. Nur unter diesen Voraussetzungen kann
ein solches Konzert gelingen. Schon in früheren Jahren hat Otto
Groll Großkonzerte in der Halle Münsterland veranstaltet, die die
Presse mit „Sternstunden der Chormusik“ bezeichnete. Außer diesem
ausgezeichneten Chor werden als Solisten der Tenor Daniel Behle, von
der Wiener Staatsoper, die Sopranistin Cordula Berner von der
Niedersächsischen Staatsoper Hannover mit ihren wunderbaren Stimmen
den musikalischen Genuss vollständig machen. Am Flügel Prof. Xaver
Poncette, von der Folkwanghochschule Essen, ein Virtuose auf seinem
Instrument und seit 20 Jahren ein Freund von Otto Groll. Am
Akkordeon Achim Bednarz, Musiker und Sänger der Chorgemeinschaft
Dülmen und die Rhythmusgruppe Heiden. Sie werden die musikalischen
Darbietungen vervollständigen. Es wird sicher wieder eine
„Sternstunde der Chormusik“.
16. Juni 2007 | Quelle: Dülmener Zeitung
Chöre aus der Region
begeisterten in KTC
Coesfeld. Ein gutes Konzert – das wissen Kenner –
klingt noch lange im Ohr.
Und nach einem grandiosen Vortrag hat man die Melodien sogar selbst
auf den Lippen. So geschehen am Sonntagabend im Konzert Theater
Coesfeld. Ein fröhliches Summen erfüllte nach dem großem Konzert
mit über 300 Sängern aus fünf Chören erst den Vorraum zum
Theatersaal und dann auch den Vorplatz und den Weg zu den
Parkplätzen. „Ein schöner Tag“ (Amazing grace) erklang – als Zugabe
der Chöre, die die Besucher mit nach Hause begleitete. In der Hand
trugen die Mütter unter ihnen dabei noch weiße Rosen, die die
jüngsten Sänger vom Jugendchor St. Johannes-Baptist Lette am Ausgang
als nette Geste anlässlich des Muttertages überreicht hatten. Zuvor
hatten die „Chöre aus der Region“ nicht nur den Müttern einen ganz
bunten Strauß mit bekannten und eher unbekannten Melodien gebunden.
Und das Besondere war, dass auch das Bekannte bisweilen
Überraschungen beinhaltete: Zum Beispiel als der 40-köpfige
Crescendo-Chor „Can you feel the love tonight“ aus dem Musical
„König der Löwen“ in seiner ganz eigenen Fassung vortrug. „So habe
ich das noch nie gehört“, meinte eine Besucherin in der Pause auch
zum Stück „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“, das das Vokalensemble
der Anna-Katharina-Gemeinde intonierte. Ein Lied, anspruchsvoll für
die Sänger, aber bis hin zum „Autsch“, das der tödlich getroffene
Vogel von sich gab, auch prickelnd fürs Publikum. „Wir sind der
jüngste Chor“, behauptete forsch Leiter Ralf Blasi, obwohl der
Jugendchor Lette einen deutlich jüngeren Altersschnitt vorweisen
konnte. „Wir sind erst anderthalb“, lachte er. Beweis für
jugendliche Frische war aber schon der Vortrag.
Ein besonderes Erlebnis war, den Klangkörper mit 90 exzellenten
Männerstimmen zu hören, zu dem sich die Chorgemeinschaft Dülmen und
der MGV Germania Buldern vereinigt hatten. Leiter Otto Groll, der
weit über das Münsterland hinaus bekannte Komponist und Arrangeur
hatte unter anderem Gospel-Musik mitgebracht, die so manches Bein
zum Wippen brachte. „Man muss die Sänger fordern: stimmlich,
sprachlich und technisch“, verriet Otto Groll Moderatorin Hella
Sinnhuber eines seiner Erfolgsgeheimnisse.
Anspruchsvoll und humorvoll -
und in diesem Sinne eine Herausforderung fürs Publikum war
der Beitrag des Städtischen Musikvereins Coesfeld, der Variationen
von Schuberts Lied „Die launige Forelle“ präsentierte, mal a la
Mozart als „kleine Nachtforelle“, mal italienisch. Ein Rezept, das
mundete.
Eine Reise durch Europa gab es dann auch noch. Der Jugendchor St.
Johannes-Baptist Lette begeisterte mit Volksweisen, bevor der
Crescendo-Chor noch einen optischen Höhepunkt setze: Zum
Pferderennen in „My
fair Lady“ erschienen die Damen mit extravaganten Hüten, die Herren
mit Zylinder. Das toppte nur noch das tolle Schlussbild mit allen
Chören, die sich zu „Amazing Grace“ im kompletten Theaterraum
verteilt hatten. Von der Balustrade winkten die Dülmener Herren „Auf
Wiedersehen“. Nach diesem Premierenerfolg dürfte feststehen, dass es
sicherlich nicht die letzte Chorveranstaltung im Konzert Theater
war.
15.Mai 2007
l Quelle:
Allgemeine Zeitung Coesfeld
Von Mozart bis Jingle
Bells
Chorgemeinschaft begeistert beim Jahreskonzert mit ihrer
Vielseitigkeit
Dülmen.
„Soll
doch der Musica zu Ehren heute ein Festtag sein“ hieß es passend im
ersten Stück „Musica zu Ehren“ von Wilhelm Heinrichs, das die
Chorgemeinschaft beim Jahreskonzert Sonntagnachmittag in der Aula
des Schulzentrums präsentierte.
Mit knapp 700 Besuchern war die Aula rappelvoll, und die Zuhörer
bekamen nicht nur die Stimmen der heimischen Chorgemeinschaft
geboten, sondern auch Gäste und Solisten. Bereits zum zweiten Mal
konnte Kammersänger Stefan Heidemann als Stargast verpflichtet
„Haben Sie schon einmal im Hochsommer bei 32 Grad Weihnachtslieder
einstudiert?
10. Dezember 2006 - Quelle: Dülmener Zeitung,
Alexandra Schlüter
Fast zu spät gekommen
60 Jahre NRW, Westfalentag
Dülmen/Düsseldorf. Fast wäre aus
dem großen Auftritt nichts geworden. Fast hätte ein Stau auf der
Autobahn alles zunichte gemacht. Aber zum Glück nur fast.
"Wir sind in arge Bedrängnis gekommen und hatten große Bedenken, ob
wir noch rechtzeitig ankommen", berichtet Jürgen Groth von der
Chorgemeinschaft Dülmen. Diese sollte nämlich den Regionalabend
Münsterland, den die münsterländischen Landtagsabgeordneten,
darunter die beiden Dülmener Werner Jostmeier (CDU) und Andre Stinka
(SPD) zum 60-jährigen Bestehen des Landes Nordrhein-Westfalen
inhaltlich vorbereitet hatten, eröffnen. Um 18 Uhr sollten die
Dülmener Sänger in Düsseldorf eintreffen, das Programm dann um 18.30
Uhr beginnen - mit dem Auftritt der Chorgemeinschaft.
Trotz Stau sei man am Ende noch pünktlich angekommen, berichtet
Groth weiter. Und selbst eine kleine Verspätung hätten sich die
Dülmener erlauben können.
Da die Plenarsitzung länger als erwartet dauerte, gingen die Zeiger
der Uhr schon auf 19 Uhr zu, als die Chorgemeinschaft mit "Freude am
Leben" auf der Bühne vor dem Plenarsaal anstimmte. Im Anschluss
daran eröffnete Landtagspräsidentin Regina van Dinther den offiziell
den Abend, der sich bis kurz vor zwei Uhr hinziehen sollte.
Die 45 Sänger der Chorgemeinschaft waren nicht die einzigen
Dülmener, die sich beim Regionalabend präsentierten. An einer der
beiden großen Freitreppen hatte der Dülmener Dichter Manfred
Sestendrup, unterstützt von Frau Effi und seinen Söhnen David und
Jürgen, einen Stand. Dort stellte er das poetische Projekt Paul vor.
"Ich war im doppelten Sinne positiv überrascht", berichtet Manfred
Sestendrup. Zum einen über die Einladung nach Düsseldorf, zum
anderen über das Interesse, dass sein Stand bei den rund 800 Gästen
hervorrief. Viele der Besucher hätten angehalten und sich über das
Projekt, dessen gesamter Erlös an die Welthungerhilfe geht. Ebenso
wie sie Spenden, die bei dem Regionalabend zusammen gekommen sind.
"Das Spenden war freiwillig. Und das ganze Glas war voll", freut
sich Sestendrup.
Vorab hatte der Dichter einige Befürchtungen, dass ein Stand, "wo
das geschriebene Wort vorgestellt" wird, in der Menge untergehen
würde. Dies sei jedoch nicht der Fall gewesen. "Die Leute hatten
viele Fragen. Einige hatten von Paul schon gehört, andere wunderten
sich etwa darüber, dass der Bundespräsident bereits etwas zu Paul
gesagt hatte."
Nicht nur fragen, sondern auch ausprobieren wollten viele Besucher
den Roadster von Wiesmann Auto-Sport. Der war zunächst in die Halle
des Landtags gerollt worden. Doch der Brandschutzexperte habe einige
Bedenken gehabt, berichtet Olaf Sewald von Wiesmann. Am Ende stand
der Roadster direkt vor dem Landtag. "Jeder, der rein wollte, musste
an dem Auto vorbei", sagt Sewald weiter. Es habe eine Menge Fragen
zu dem Sportwagen gegeben - und viele hätten die Chance genutzt,
einmal hinter dem Steuer der Karosse Platz zu nehmen.
Keine Zeit für eine Ruhepause hatten hingegen die zahlreichen Köche,
die ein original münsterländisches Büfett für die rund 800 Gäste
aufgebaut hatten. Unter ihnen waren auch Küchenmeisterin Angela
Brockmann und Friederike Rohlmann vom Hotel-Restaurant Große
Teichsmühle in Hausdülmen.
Ausgiebig Zeit, das Ambiente und das Büfett zu genießen, hatten am
Anfang der Veranstaltung die Damen der Dülmener Kolping
Frauentanz-Gruppe. Erst gegen 22 Uhr traten sie mit zwei Tänzen bei
dem Regionalabend auf.
Diese hätten vor der Veranstaltung vor der Entscheidung gestanden,
welche Tänze sie aufführen sollten. "Wir treten sonst immer zu
Karneval auf. Die Tänze sollten aber nicht zu karnevalistisch sein",
erläutert Heike Töns. Schlussendlich hatten sich die Frauen für den
aktuellen Tanz aus diesem Jahr und einen zu einem Medley von Udo
Jürgens entschieden. "Es war eine aufregende Sache", berichtet Töns.
Die den Dülmenerinnen viel Applaus eingebracht habe.
"Das war alles ein großes Erlebnis für uns. Das ganze Ambiente war
neu", ergänzt Jürgen Groth. Ein großes Erlebnis, zu dem sie fast zu
spät gekommen wären. Aber nur fast.
15. September 2006 | Quelle:
Dülmener Zeitung
Herbert Gielen neuer
Schinkenschützenkönig
Beim Königsschießen der Chorgemeinschaft war der Dülmener Sängerchor
Loreley zu Gast
Dülmen.
"Ich will ein angenehmer Regent sein." Mit diesen wohlwollenden
Worten stimmte Herbert Gielen die Chorgemeinschaft Dülmen auf die
kommenden drei Jahre ein, denn er war im Hof des St.-Barbara-Hauses
als Sieger aus dem traditionellen Schweineschinken-Schützenfest
hervorgegangen. Ziel ist es hierbei nicht, einen Vogel von der
Stange zu holen, sondern einen Schweineschinken zu Fall zu bringen -
alles andere als ein leichtes Unterfangen, wie sich schnell zeigte.
Insgesamt drei Stunden brauchten die Schützen, bis der Schinken um
18.45 Uhr "aufgetischt" wurde.
Zuvor gab es ebenfalls noch ein Preisschießen, hierbei durfte Frank
Schmitz zwei Eintrittskarten für den 100. Wildpferdefang im
kommenden Jahr mit nach Hause nehmen.
Es ist eine Gaudi mit langer Geschichte, so stammt die älteste
Plakette an der Königskette aus dem Jahre 1913, nur einige Jahre
nach der Vereinsgründung der Chorgemeinschaft. Kriegsbedingt gab es
immer wieder Pausen, erst um 1947 gab es wieder ein reguläres
Schützenfest, allerdings unter Auflagen, blättert der erste
Vorsitzende der Chorgemeinschaft, Jürgen Groth, in der
Vereinschronik. "Die Besatzungsmächte haben seinerzeit verboten, mit
Gewehren zu schießen."
Doch die Mitglieder wussten sich zu helfen, als Ersatz spielten sie
"Herunter mit dem Zylinder", und so fand das
Schweineschinken-Schützenfest als Gaudi auch weiterhin seinen Platz
in der Chorgemeinschaft. Im regelmäßigen Turnus ging es aber erst
nach 1985 weiter. Auch das Vereinslokal hat sich in den Jahren
geändert, so trafen sich die Schützen früher bei Schmitz an den
Türmen, das vielen Dülmenern noch heute gut bekannt ist.
In Konkurrenz zu den Schützenvereinen in Dülmen sehen sich die
Sänger überhaupt nicht, es sei vielmehr ein buntes Vergnügen für den
Verein, an dem in diesem Jahr auch der Sängerchor Loreley
teilgenommen hat. Große Verpflichtungen geht der König der
Chorgemeinschaft nicht ein, "über eine Runde freuen wir uns
natürlich aber schon", entgegnet Jürgen Groth dabei mit einem
Augenzwinkern.
03. Juli 2006
| Quelle: Dülmener Zeitung (bkö)
Jürgen Groth für weitere 2 Jahre im Amt
des 1. Vorsitzenden bestätigt
Sängerehrungen im Vordergrund
Dülmen. "Wenn Sänger nunmehr 25 Jahre, wie Fritz
Sessinghaus, 40 Jahre, wie Hermann Albrecht, den nur noch ein Jahr
von "40 Jahre Notenwart" trennt, in unserem Chor singen, dann haben
sie sich besonders verdient gemacht", betonte Jürgen Groth,
Vorsitzender der Chorgemeinschaft Dülmen, am Samstag zur Eröffnung
der Generalversammlung im St.-Barbara-Haus. "Ihr seid Vorbild für
unsere jüngeren Sänger. Ihr habt wesentlich zu dem beigetragen, was
unser Chor heute ist. Dafür danken wir Euch und würden uns freuen,
wenn Ihr noch viele Jahre mit unserem Chor verbunden bleibt." Fritz
Sessinghaus singt inzwischen seit 25 Jahren bei der Chorgemeinschaft
und hat sich im Vorstand eingebracht. Groth: "Gern erinnern wir uns
an die von Dir perfekt organisierten Chorfahrten und nicht zuletzt
hast Du Dich auch in die Liste der Schweineschinken-Schützenkönige
eingetragen.
" 40 Jahre lang zählt Hermann Albrecht zu den treuesten und
zuverlässigsten Sängern. "Du warst gerade ein Jahr im Chor und schon
hat man Dir das verantwortungsvolle Amt des Notenwarts übertragen,
diese nicht immer leichte Tätigkeit übst Du nun auch fast 40 Jahre
aus." Mit einer Urkunde und der Vereinsnadel im Goldkranz bedankte
sich der Vorsitzende für seine Arbeit. Nun kam Groth zu einer ganz
besonderen Ehrung: Auf Vorschlag des Vorstandes beschloss der Chor
einstimmig, Theo Wierling aufgrund seiner besonderen Verdienste um
die Chorgemeinschaft zum Ehrenmitglied zu ernennen. Wierling singt
seit 1975 im Chor und gehört seit 1991 dem Vorstand und zwei Jahre
später auch dem geschäftsführendem Vorstand an. "Du warst immer ein
zuverlässiger Sänger, auf Dich konnte man sich verlassen. Der
Schwerpunkt Deiner Betätigung lag zweifelsfrei in der Vorbereitung
unserer Konzerte. Bühnenaufbau ohne Theo war undenkbar." Auch nach
Vollendung seines 75. Lebensjahres steht er weiterhin an der Spitze
der Bühnentechniker.
Die Chorgemeinschaft Dülmen kam bei ihren
Vorstandswahlen zu folgendem Ergebnis: Geschäftsführender Vorstand:
1. Vorsitzender Jürgen Groth, 2. Vorsitzender Felix Kerkhoff,
Schriftführer Hans-Georg Stremlau, Kassenführer Frank Wieschhörster,
Beisitzer Theo Wierling.
Otto Groll lobte in seinem Rückblick 2005 besonders die
hervorragende Organisation der Jubiläumsveranstaltungen des Chores
und die Leistung der einzelnen Sänger. Die musikalische Gestaltung
des Festhochamts in der Hl. Kreuz Kirche mit den fünf Groll-Chören
sei auch für ihn als Dirigenten ein nicht alltägliches Erlebnis
gewesen.
19. Februar 2006
| Quelle: Dülmener Zeitung
Jubiläumskonzert
Volles Haus als Geschenk zum 100. Geburtstag
Dülmen. Ein ausverkauftes Haus - das war ein schönes
Geburtstagsgeschenk zum 100-jährigen Jubiläum der Chorgemeinschaft
Dülmen. In der Aula des Schulzentrums hörten am Sonntag rund 700
Besucher das Festkonzert des Männerchores. Im Gegenzug verwöhnte die
Chorgemeinschaft unter der Leitung von Musikdirektor Otto Groll
seine Gäste mit einem fast dreistündigen Konzertprogramm. Dieses
umfasste neben Melodien aus Oper, Operette und Musicals auch
populäre Schlager und folkloristische Lieder.
Unterstützt wurde der Chor bei seiner Aufführung von der Sopranistin
Cordula Berner und dem Tenor Uwe Buchmann. Die instrumentale
Begleitung übernahmen Professor Xaver Poncette am Flügel,
Chormitglied Achim Bednarz am Akkordeon sowie die Rhythmusgruppe
Heiden.
Die Chorgemeinschaft begann ihr Konzert mit zwei anspruchsvollen
klassischen Stücken - dem Chor der Schmiedegesellen aus "Der
Waffenschmied" (Albert Lortzing) und dem stimmgewaltigen "Einzug der
Gäste" aus Wagners "Tannhäuser". Der Chor der Schmiedegesellen
symbolisierte mit abgehacktem Gesang, untermalt von harten
Klavieranschlägen, die Hammerschläge auf einem Amboss. Ihre Vorliebe
für lautmalerische Stücke zeigte die Chorgemeinschaft auch im
weiteren Verlauf des Konzerts. So ahmten die Sänger bei "Meines
Großvaters Uhr" den Takt eines präzisen Uhrwerks nach. "Ilsebill"
war ein scherzhaftes Lied über eine geschwätzige Plaudertasche,
dessen Rhythmus an ein klapperndes Mühlrad erinnerte - passend zur
Textzeile "dass die flinke Plappermühle nicht mehr soviel mahlen
kann".
Die Chorgemeinschaft akzentuierte nicht nur die prägnanten Rhythmen
dieser Stücke sicher. Auch den Text artikulierte sie exakt und gut
verständlich. Dass Groll seine Sänger zu Stimmakrobaten trainiert
hatte, zeigte die Chorgemeinschaft auch bei atemberaubend schnellen
Stücken wie der "Tritsch Tratsch Polka" oder "Rhythmus der Zeit" aus
dem Musical "Sweet Charity".
Der Chor schlug aber auch leise Töne an. Bei dem ruhigen,
stimmungsvollen Lied "Nachthelle" (Franz Schubert) beschwor er die
idyllische Stimmung einer mondbeschienenen Landschaft. Bei Mozarts "Laudate
Dominum" nahm sich der Chor ebenfalls behutsam zurück, um
Sopranistin Cordula Berner Raum zur Entfaltung zu geben.
Verschiedene Solo-Auftritte gaben Berner und Tenor Uwe Buchmann
außerdem Gelegenheit, ihre stimmliche und auch schauspielerische
Ausdrucksfähigkeit zu zeigen. So sang Buchmann mit schmelzendem
Belcanto-Tenor die einfühlsame Liebesarie "Amor ti vieta" aus
"Feodora" (Umberto Giordano). Gleich darauf behauptete er
augenzwinkernd "La donna è mobile" (Wie verführerisch sind
Weiberherzen) aus Verdis Oper "Rigoletto".
Cordula Berner verlieh der zärtlichen Arie "O mio babbino caro" (aus
"Gianni Schicchi" von Giacomo Puccini) einen innigen Ausdruck.
Verschmitzt und kokett zeigte sie sich später bei den verspielten
Partien "Una voce poco fa" aus dem Babier von Sevilla (Gioacchini
Rossini) und "Mein Herr Marquis" aus "Die Fledermaus" (Johann
Strauß).
05. Dezember 2005 | Quelle:
Dülmener Zeitung
Tolksdorf sang mit Ausdruckskraft
Dülmen. Pünktlich um 16 Uhr tauchten aus
der noch dunklen Tiefe der Aula des Schulzentrums rund 50 Sänger auf
und strebten zur blumengeschmückten Bühne: Tenöre links, Bässe
rechts. Und vorne, ganz nah beim Publikum, nahm die Rhythmusgruppe
aus Heiden ihre Plätze ein. Kurz darauf Pianist, Professor Xaver
Poncette. Mit ihm Chordirektor Otto Groll, der seine Truppe im Blick
und im Griff hatte, wie sich herausstellte. "Viva la Gloria" klang
es und der Zigeunerchor aus Verdis Troubadour folgte als
vielstimmiger Auftakt. Moderator Klaus Demes begann seine humorige
Einführung in Versform. Er stellte mit wenigen, aber
charakteristischen Worten den Solisten vor, der zum Helden des
Abends wurde: James Tolksdorf , Bass-Bariton mit mitreißender
Ausdruckskraft. Gleich nach dem als Zungenbrecher angekündigten "Kad
si bila mala mare" des Chores lieferte er den Beweis mit dem
"Hobellied" aus "Der Verschwender" von Conradin Kreutzer und dem
Blues von George Gershwin "I got plenty of nothing", in den er seine
ganze Seele fließen lassen konnte. Warm und tröstend sang er, als
dankbare Lösung für den armen Porgy: "I got my girl, my moon, my god";
das war bewegend und gekonnt. Mit "Oh, happy day" , das er mit dem
Chor vortrug, schaffte er mit den Sängern schon vor der Pause, in
die der Akkordeon-Solist Achim Bednarz die Zuhörer begleitete, eine
erste und bleibende Überschrift. Mit dem "Zauber der Südsee", vom
Chorleiter komponiert, ging es froh gelaunt in die zweite Runde.
Klaus Demes moderierte heiter das Programm und berichtete von
Goethe, Schiller, Luther und gar Salomon, die irgendwie nicht immer
positiv angetan waren von den Weibern. Denen stimmten die Sänger mit
Lehars "Ach, das Studium der Weiber ist schwer" bei. Dass das scheue
Fräulein erst vom strengen Petrus an der Himmelstür erfahren muss,
dass man ungeküsst nicht in den Himmel gelangt, das besang mit viel
Einfühlungsvermögen gestenreich James Tolksdorf. Mit viel Hingabe
machte er die scheinbare Ratlosigkeit des Mädchens und die strenge
Ablehnung des Himmelpförtners deutlich. Scheinbar ratlos das
Mädchen, aber baff der alte Herr, als er an seinem Bart gezupft und
geküsst wird. Anton Kleine, Bass-Bariton aus eigenen Reihen,
begeisterte mit sonorer Stimme, als er Wolgaträume miterleben und
mit allen Sängerfreunden zusammen ein "Steppenfeuer" auflodern ließ.
Begeistert forderte das Publikum, im Stehen applaudierend, Zugaben.
Schön war´s wie alle Jahre wieder, diesmal aber besonders schön.
Auch durch den Auftritt des fabelhaften Sängers James Tolksdorf, die
wie gewohnt zuverlässige Präzision aller Sänger, das mitreißende
Spiel des Pianisten, den gekonnten Background der Rhythmiker und vor
allem und mit allen durch den Chef, Otto Groll. Ein tolles Konzert!
Auf Wiedersehen und -hören im Jubiläumsjahr 2005, dem Jahr , in dem
dieser Chor 100 (!) Jahre jung wird.
07. Dezember 2004 Heinz Gernhold für die Dülmener
Zeitung
Bunter Strauß
schöner Melodien
Chorgemeinschaft verzaubert ihr Publikum
Dülmen. Wohl dem, der am Sonntag eine gültige, nummerierte
Eintrittskarte besaß, also Anspruch auf einen sicheren Platz hatte.
Denn die Aula des Clemens-Brentano-Gymnasiums (CBG) war seit langem
restlos ausverkauft.
Pünktlich um 17 Uhr erschienen die Hauptakteure: etwa 60 Sänger;
glänzend gestimmt und, wie sich schon bald erweisen sollte, bestens
vorbereitet. Es war regelrecht spürbar, wie sehr sie sich auf ihren
Einsatz freuten. Und diese Freude sprang schon bald aufs
erwartungsfrohe Publikum über. Man wartete nicht vergebens.
Wegbereiter und humorvoller Führer und Begleiter war ohne Zweifel
Klaus Demes. Ihm gelang es immer wieder, Werke und Zusammenhänge zu
erläutern und "Dinge am Rande" einzuflechten. Gekonnt!
Mit "Sonnenschein auf allen Wegen" von Otto Groll eröffnete die
Chorgemeinschaft das Festkonzert. Und diesen "Sonnenschein"
vermittelten die Interpreten während des gesamten Konzertes.
Eingerahmt von Melodien Giuseppe Verdis und Giacomo Puccinis
steigerte sich der Chor, als er, unterstützt durch Bulderner
Stimmenimitator Laurenz Schimmel den "Hahn von Onkel Giacometo" und
den "Esel" zum Leben brachte. Lachen und Schmunzeln waren der
wohlverdiente Lohn.
Die Freude am Schönen wurde weitergereicht und weitergegeben an und
durch die beiden Solisten Steffanie Patzke und Alexander Efanov, die
den Dülmenern bereits vertraut waren. Der Tenor Efanov stammt aus
Russland und gehört zum Ensemble der Staatsoper Stuttgart. Und in
einem Atemzug mit ihnen zu feiern ist die bravouröse gefühl- und
kraftvolle Begleitung des gesamten Konzertes durch Professor Xaver
Poncette, der nahezu pausenlos für Chor und Solisten Ton angebend
und sie einfühlsam am Flügel begleitend, im Einsatz war.
Eindrucksvoll brachte Steffanie Patzke Grolls "Mädchen am Meer", das
der Chor mitfühlend im Hintergrund begleitete. Mit "Rhythmus der
Zeit" von Cy Coleman und "Feurige Herzen, roter Wein", wiederum von
Otto Groll, wurden die Zuhörer in die Pause entlassen. Schon jetzt
vernahm man anerkennende "Oh"s" und "Ah"s" und "Wunderbar". Dass es
eine Steigerung im zweiten Konzertteil geben könnte, hielt man
eigentlich für ausgeschlossen. Aber es gab sie, wie von einigen
Sängern angedeutet. Das Konzert wurde zu einer willkommenen "Reise
in den Süden". Und alle waren dabei. Die Melodienschöpfer Strauß,
Lehar, Raimund, Groll und Augustin Lara; es brillierten und
übertrafen sich wechselseitig Patzke, Efanov, Poncette. Fröhlich
"reisten" Achim Bednarz mit Akkordeon und die Rhythmusgruppe aus
Heiden mit. Souverän wie immer "Reiseleiter" Otto Groll.
Wenn man ihn preist, muss man gerade an diesem vorzüglich
vorbereiteten und mehr als nur gelungenen Abend seine Mannen loben.
Es bedarf keines großen Maßes an Vorstellungskraft um zu erkennen
wie viel Freude und Begeisterung und wie viel Arbeit darin stecken,
ein solches Konzert von der Planung bis zur nahezu perfekten
Aufführung durchzustehen. Was heißt hier "nahezu" Besser,
harmonischer und schöner hätte man sich den ersten Advent wohl kaum
vorstellen können.
Gratulation allen Beteiligten. Und dem leider aus Gesundheitsgründen
verhinderten Anton Kleine, den die Zuhörer vermisst haben, alles
Gute!
02.12.2003,
Heinz Gernhold für die Dülmener Zeitung
Einzigartiges Konzert vor der Reise nach
China
Chorgemeinschaft fasziniert Zuhörer mit einem abwechslungsreichen
Programm
Dülmen. Der erste Blick auf die Programmfolge machte
stutzen: warum beginnt die Chorgemeinschaft ihr Konzert mit „
Widerspruch“?Der gesangliche Vortrag ließ aufatmen: es war keine
Meuterei gegen Musikdirektor Otto Groll geplant, der Chor stimmte
mit „ Widerspruch“ sowie „ Die Nacht „, beides Chorsätze von Franz
Schubert, auf einen musikalisch abwechslungsreichen Abend in der
ausverkauften Aule des Schulzentrums ein. Bei Johannes Brahms „
Ungarischem Tanz Nr. 6 „ von Otto Groll bearbeitet, ging dann gleich
die Post ab, zum Tokaje - Genuss und zum Tanzen die ganze Nacht
wurde aufgefordert, und so manches Bein im Saal begann schon
verdächtig zu zucken. Dass das Konzert, hätte der Publikumswille
sich durchgesetzt, tatsächlich die ganze Nacht hätte dauern können,
ist der geschickten und gekonnten Programmzusammenstellung von Otto
Groll zu verdanken: genügend ruhige Musikstücke zur Erholung, waren
eingebaut, wie Felix Mendelsohn Bartholdys „ Kleines Frühlingslied
„, so manches der Volkslieder von Silcher oder das Spiritual „ Deep
River“. Immer aber folgte der Ruhe der Sturm, zeigte die
Chorgemeinschaft, dass sie neben einer ausgewogenen und warmen
Intonation auch über virtuose Zungen und Lippen verfügt. So
berichtete Klaus Demes, der mit viel Charme, durch das Programm
führte, von mancher Probe, in der die Sänger nach Lippenbalsam
verlangten. Dass das Üben sich aber gelohnt hat, bewies der Chor bei
zungenakrobatischen Vorträgen wie „ Genieß das Spiel der Welt“ von
Peter Brettner, „ Kunterbunt ist die Welt „ von Otto Groll oder „
Pepita „ von Adolf Müller. Ein besonderer Vortrag war das Lied „
Auf einem Baum ein Kuckuck saß“ von Michael Schmoll: die Bässe
beneideten die Tenöre zwar nach Aussage von Klaus Demes um die
Kuckucksterz, die sie selber nie singen durften, entschädigten aber
sich und die Zuhörer mit einem Simsaladimbambasaladusaladim“, das
in diesem Tempo sicherlich am Sonntag erstmals in Westfalen zu hören
war. Beim „ Kuckkuck „ bewies auch Paul Sicking am Klavier höchste
Qualität mit sehr differenzierter Stimmführung. Überhaupt kann die
Chorgemeinschaft zu solch einem gefühlvollen Begleiter
beglückwünscht werden, wie auch zur souveränen Unterstützung durch
die „ Rhythmusgruppe Heiden „, die für einen guten „ Groove „ vor
allem bei den Spirituals sorgte. Prächtig in die Gemeinschaft fügte
sich der Gastsänger Stefan Lex. Der Tenor, in Essen geboren und
unter anderem von Professor Josef Metternich in Köln ausgebildet,
brachte ein gerüttelt Maß an Erfahrung aus Auftritten mit Karl
Ridderbusch, Günter Wewel und Gunther Emmerlich in den Abend ein, so
daß er mit absolut sauberer Intonation und klarer Höhe überzeugte.
Sein Glanzstück war „ Ob blond, ob braun“ von Robert Stolz, das er
mit viel Feuer vortrug. Moderator Demes sei allerdings in einem
Punkt widersprochen: eigentlicher „ Star „ des Abends war der Chor,
von Otto Groll jederzeit präzise und lebendig geführt. Die Menschen
im fernen China werden sicher erstaunt sein, solch einen Chor zu
Gast zu haben. Am 22. März tritt die Chorgemeinschaft ihre
Konzertreise nach China an.
5. März 2002 Quelle: Dülmener Zeitung
Mit Otto Groll zum homogenen Klangkörper
Dülmen. Die Chorgemeinschaft Dülmen feiert am
Sonntag, 20. Februar um 17.00 Uhr ihr 95-jähriges Jubiläum mit einem
Konzert in der Aula des Clemens-Brentano Gymnasiums. Mit diesem
Konzert würdigt der Chor gleichzeitig die Verdienste seines
Chorleiters, Musikdirektor Otto Groll, der seit nunmehr 40 Jahren
musikalischer Leiter dieses renommierten Chores ist. Otto Groll,
weit über die Grenzen Dülmens als Komponist, Chorleiter und
Arrangeur bekannt, hat die Chorgemeinschaft Dülmen – ein Männerchor
aus dem Sängerkreis Westmünsterland – im Jahre 1959 übernommen.
Bereits sieben Jahre später, 1966 errang der damals erst
einunddreißigjährige Otto Groll mit dem Chor den Meisterchortitel.
Für den Dülmener Chor begann mit Otto Groll eine neue Epoche. Der
Chor entwickelte sich zu einem homogenen Klangkörper, der mit
vielbeachteten Konzerten seinen kulturellen Stellenwert immer wieder
neu bestätigte. Mit seiner rhythmischen Chormusik hat Otto Groll
einen damals ganz neuen Weg beschritten. Die Konzertkritiker lobten
ihn als den richtigen Weg in eine neue Zukunft der Männerchöre. Die
Chorgemeinschaft Dülmen, einer der fünf Groll-Chöre, ist stolz auf
seinen Dirigenten. Seine Sänger und die Chöre im Sängerbund NRW
schätzen nicht nur den Chorleiter und Komponisten, sondern ganz
besonders auch den Menschen Otto Groll. Für das Jubiläumskonzert hat
die Chorgemeinschaft Dülmen den bekannten Startenor Fancesco
Petrozzi verpflichtet. Außerdem wird sie ein Programm mit
interessanten Werken zu Gehör bringen, die der Komponist Otto Groll
eigens für dieses Jubiläum geschrieben hat.
16. Februar 2000 Quelle:Stadtanzeiger
Sternstunden der Chormusik
Dülmen. Am 3. Juli 1998 stellte sich die
Chorgemeinschaft Groll in den Dienst der guten Sache und
veranstaltete gemeinsam mit der Militärkapelle des Königlich
Britischen Logostic Corps, Dülmen, ein Benefizkonzert zu Gunsten des
Vereins Regenbogen e. V. Dülmen. Engagement auf beiden Seiten, ein
musikalisches Erlebnis folgte dem nächsten: Angefangen mit einem
symphonisch arrangierten Konzertmarsch: "Procession of the
Nobles"des russischen Komponisten Nicolai A. Rimsky Korsakow.
Besonders zu würdigen ist die Leistung der liebevollen Vorbereitung
dieses Konzertes. Die Koordinierung der Vielzahl von Mitwirkenden
war eine Aufgabe, die Musikdirektor Otto Groll mit viel Energie,
Engagement und Umsicht eingeleitet hat. Im Abendprogramm ließ Groll
dann auch fünf seiner eigenen und sehr erfolgreichen Tonsetzungen
mit frischer Virtuosität einfließen. Die stimmgewaltigen
Männerkehlen mit den Chorsolisten trugen die mehrstimmigen Sätze,
auf Nuancen achtgebend, höchstfesselnd vor und ließen das Publikum
in die Musik mit eintauchen. Bei dem eingeschworenen Ensemble waren
Perfektion, Geschlossenheit und die Liebe zur Muse Richtschnur und
Maßstab. Dieser homogene Klangkörper aus dem Münsterland ist
wahrlich ein " Meisterchor". Hervorzuheben das Zusammenwirken von
Chor und Orchester.
6. Januar 1998 Quelle: Dülmener Zeitung