Presse-Echo zum 70.Geburtstag von Otto Groll |
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| Dülmener Zeitung/Kultur vom 13.08.2005 -loy- | ||
| Ein großes Herz für die Musik | ||
| Zum 70. Geburtstag von Chorleiter Otto Groll | ||
| Dülmen. Es
dürfte wohl kaum einen Chor im Deutschen Sängerbund geben, der nicht
schon einen Chorsatz von Otto Groll gesungen hat. Mehr als 500 Chorwerke
hat der Chorleiter, Komponist und Arrangeur geschaffen und bearbeitet.
Ernste und auch unterhaltende Stücke sind es, vielfach von mitreißendem
Rhythmus geprägt. Gestern hat Otto Groll in Dülmen sein 70. Lebensjahr
vollendet. Der in Dülmen geborene Otto Groll erhielt mit fünf Jahren den ersten Klavierunterricht. Schon mit 16 Jahren leitete er den Jugendsingkreis am Clemens-Brentano-Gymnasium. Nach dem Abitur studierte er Musik und Mathematik in Münster und Köln sowie zusätzlich Philosophie und Pädagogik. Im Jahr 1958 übernahm er 23-jährig seinen ersten Männerchor, die Chorgemeinschaft Dülmen. Es folgten Staatsexamen und Referendarzeit, bevor er als Studienassessor an den Gymnasien in Schmallenberg und Borken arbeitete. 1963 wurde Groll jüngster Kreischorleiter des Sängerkreises Westmünsterland, 1966 übernahm er den "MGV Concordia Heiden 1875", ein Jahr später den "Quartettverein Bocholt", mittlerweile zehnfacher Meisterchor des Sängerbundes NRW. Den "MGV Germania Buldern 1887" dirigiert Groll seit 1973 und seit 1980 schließlich den Männerchor "Kraftlicht" RWE Essen. Die vier Männerchöre aus dem Münsterland formten durch ihr parallel entwickeltes Repertoire seit 1975 die "Chorgemeinschaft Groll", die mit rund 200 Sängern viel beachtete Großkonzerte gab. Bei vielen Auslandsreisen von China bis in die USA erfreuten die Sänger unter Otto Groll die Freunde der Musik. 1970 zum Oberstudienrat ernannt, begann Otto Groll die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Iris-Musikverlag in Recklinghausen. Seine vielfältigen Kompositionen und Arrangements gehören zur Grundausstattung vieler Chöre und erreichen hohe Aufführungszahlen. Unter den Auszeichnungen, die Otto Groll erhielt, ragen die Verdienstmedaille des Deutschen Sängerbundes und das Bundesverdienstkreuz am Bande heraus. Otto Groll wurde durch Chorsendungen in Rundfunk und Fernsehen überregional bekannt, ebenso durch Tonträger wie "Festival of Songs" oder "Lachende Welt". Sein Chorwerk "Balalaika Klänge" wurde 1994 zur Verabschiedung der russischen Armee in der Berliner Philharmonie aufgeführt. Zu den umjubelten Stargästen seiner großen Konzerte in der Halle Münsterland in Münster gehörten Ivan Rebroff, Hermann Prey und René Kollo. |
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| Streiflichter 11.08.2005, von Reimund Menninghaus | ||
| Ein Leben voller Musik | ||
| Otto Groll wird. 70. Fünf Männerchöre leitet der EX-CBG-Lehrer | ||
| Dülmen. Seine
70 Jahre, die er morgen vollendet, sieht man Otto Groll beim besten
Willen nicht an. 70 Jahre, die geprägt sind von viel Musik. Und
vielleicht ist es sie ja, die Musik, die ihn jung gehalten hat. "Ich
habe die Lust an der Chorarbeit nie verloren - im Gegenteil", sagt Otto
Groll, der am 12. August 1935 in Dülmen geboren wurde und gegenwärtig
fünf Männerchöre leitet. Das sind die Chorgemeinschaft Dülmen (seit
1958), der MGV Concordia Heiden (seit 1966), der Quartettverein Bocholt
(seit 1967), der MGV Germania Buldern 1887 (seit 1973) und der
Männerchor "Kraftlicht" der RWE in Essen (seit 1980). Insgesamt gehören
diesen fünf Chören 250 Sänger an. Sie werden an diesem Samstag mit einem
Ständchen gratulieren, wenn Otto Groll seinen Geburtstag im Restaurant
Waldfrieden in Börnste feiert. Bereits mit 16 Jahren leitet er Jugendsingkreis Bereits Begonnen hat sein musikalisches Schaffen mit fünf Jahren, als sein Vater beginnt, Sohn Otto Klavierunterricht zu geben. Seit 1945 auf dem Clemens-Brentano-Gymnasium, leitet er hier 1951 - schon mit 16 Jahren - den Jugendsingkreis. Er schreibt erste Kompositionen zu "Ali Baba und die vierzig Räuber". Nach seinem Abitur im Jahr 1955 beginnt er ein Mathematik- und Musik-Studium an der Uni Münster, geht später nach Köln, wo er zusätzlich Philosophie und Pädagogik studiert. 1957 dann hat er einen Auftritt als Klavier-Solist im Stadttheater Münster mit dem Konzert für Klavier und Orchester in f-moll von Carl Maria von Weber. Mit der Tanzband "Tiberstars" ist er bis etwa 1962 zu erleben. "25 Mark Gage gab's damals pro Stunde - fünf Mark also für jeden", erinnert sich Ott Groll. Trompete, Saxophon, Gitarre, Klavier - daran saß Otto Groll - und Schlagzeug, bedient von Tönne Deblon - so war die Besetzung. 1960 legt er die erste Staatsprüfung ab, macht sein Referendariat in Dülmen und Münster und bekommt dann eine Lehrerstelle am Gymnasium im sauerländischen Schmallenberg. Später kann er nach Borken ans Gymnasium wechseln, und als CBG-Musiklehrer Martin Sachse tragisch an einem Magendurchbruch verstirbt, bewirbt sich Otto Groll um die freigewordene Stelle. Freute sich über seine Lehrerstelle im CBG "Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals in Dülmen als Lehrer würde arbeiten können", sagt er. Aber 1967 bekommt er die Stelle am CBG, wo er bis zur Pensionierung mit 62 Jahren 1997 wirkt. Dort gründete er eine Big Band, die bis zu 16 Musiker stark war - und ein Orchester mit Streichern, Blech- und Holzbläsern. "Die Orchesterarbeit war für mich eine schöne Abwechslung zur Chorarbeit", sagt Otto Groll, der damit der Bitte, an der Schule einen Chor zu gründen und zu leiten, nicht entsprochen hat. Aus Doppelkopf-Spielern wurde wieder ein Chor Ansonsten aber entspricht er gerne den Bitten, die an ihn herangetragen werden. So etwa 1958 derjenigen von Josef Wöstenkötter, dem Vorsitzenden der "Germania" Dülmen, aus der später die Chorgemeinschaft Dülmen hervorging. "Der Chor hatte damals keinen Chorleiter mehr, und die verbliebenen acht Mitglieder spielten bei ihren Treffen nur noch Doppelkopf. Josef Wöstenkötter bat mich daher, die Chorleitung zu übernehmen." Otto Groll machte es. Es wurde ein Rundschreiben verschickt, und Otto Groll meldete den Chor zu einem Gesangs-Wettstreit in Osnabrück an. Innerhalb kürzester Zeit hatte der Chor 40 Mitglieder. "Auf dem Rückweg von Osnabrück haben wir irgendwo an einer Kneipe angehalten, und Josef Wöstenkötter hat die ein oder andere runde Bier ausgetan", erinnert sich Otto Groll. Auszeichnungen Für seine Leistungen und Verdienste um das Chorwesen ist Otto Groll vielfältig ausgezeichnet worden. So wurde er 1970 auf Lebenszeit zum Chordirektor des Verbandes ADC (Allgemeine Deutsche Chorverbände) ernannt, 1988 ebenfalls auf Lebenszeit zum Musikdirektor des FDB (Fachverband Deutscher Berufschorleiter). 1972 wurde ihm die Kulturplakette der Stadt Dülmen verliehen, 1996 dann das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Mehrmals erhielt er im Lauf der Jahrzehnte Verdienstmedaillen des Deutschen Sängerbundes und des Sängerbundes Nordrhein-Westfalen. Servietten reichen Otto Groll ist Komponist von über 500 Chorwerken Manchmal begnügt sich Otto Groll mit einer Serviette, um seine musikalischen Ideen aufzuschreiben. "Das war einmal im Urlaub in Spanien so", sagt er. An dem Abend hörte er eine Musik-Gruppe Volksweisen spielen, wovon er sich etwas für seinen Liederzyklus "Sonniges Spanien" abhörte. Ein paar Noten, ein Motiv - wenn ihm so etwas in den Kopf kommt, wird es schnell kurz aufgeschrieben, bevor es wieder weg ist. "Einige Komponisten nehmen solche Sachen auf Tonband oder so auf. Mir ist aber lieber, etwas Schwarz auf Weiß zu haben", sagt Otto Groll. Auf diese Weise sind im Laufe der Jahrzehnte über 500 Chorkompositionen - auch für gemischte Chöre - entstanden. Vieles davon hat er veröffentlicht in Zusammenarbeit mit dem Iris-Verlag Recklinghausen. Rhythmus und Schwung, Kennzeichen vieler Werke Von da aus ist seine Chor- und Orchester-Chor-Literatur ihren Weg rund um die Welt angetreten - weil seine Stücke gekennzeichnet sind von Schwung und Rhythmus. Diesen Stil hat er sozusagen in das Chorwesen neu hineingebracht. Viele Sänger und ohnehin auch Zuhörer verehren ihn für seine Werke. So war Otto Groll Ende April eingeladen zu einem Konzert des Männergesangchors Rüthi in der Schweiz. Aus Anlass von Grolls 70. Geburtstag in diesem Jahr präsentierte der Chor ausschließlich Werke des Dülmeners. Der Schweizer Chorleiter hatte sich eigens dafür die zahlreichen CDs besorgt, die Otto Groll im Laufe der Jahrzehnte mit seinen Chören aufgenommen hat, um Grolls ureigene Umsetzung des Notenmaterials ins Ohr zu bekommen. "Das Konzert hat sich toll angehört", ist Otto Groll auch im Nachhinein begeistert von dieser Hommage an ihn, die er mit seiner Frau Gudrun erlebt hat, die ihm zu Hause in Sachen Bürokratie den Rücken freihält. Nicht nur in der Schweiz und ohnehin vielerorts in Deutschland - auch jenseits des Großen Teichs werden Groll-Werke gerne gesungen. Dorthin in die USA führten den Dülmener und Chöre gleich mehrere Konzertreisen. Österreich, Belgien, Ungarn, Frankreich, Nigeria - im Auftrag des Goethe-Instituts -, Brasilien, Südafrika, China, Italien, Spanien und Kanada: Rund um den Globus gingen die Konzertreisen. Vor allem aber die USA haben Otto Groll häufig gesehen. "An der West- und an der Ostküste gibt es viele deutschstämmige Chöre, die meine Werke singen", sagt der Musikdirektor. Bei einem Besuch in Los Angeles gab es sogar richtigen Starkult um ihn. "Auf der Bühne stand ein Porträtfoto von mir, anderthalb mal ein Meter groß, umrankt mit Blumen", erinnert sich Otto Groll, der mit seinen Chören auch schon öfter in Fernseh- und Radiobeiträgen aufgetreten war. Und eine Reihe Schallplatten und CDs aufgenommen hat. Zuletzt die CD "Klänge der Freude" zum 100-jährigen Jubiläum der Chorgemeinschaft Dülmen, das am Sonntag, 11. September, 11 Uhr mit allen fünf Groll-Chören - rund 250 Sängern - in Heilig Kreuz mit einer Messe und dann anschließend im Barbarahaus weiter gefeiert wird. |
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| Stadtanzeiger Dülmen 10.08.2005 | ||
| Der Vollblutmusiker | ||
| Komponist und Chorleiter Otto Groll feiert 70. Geburtstag | ||
| Dülmen. Es dürfte wohl kaum einen Chor im Deutschen Sängerbund geben, der nicht einen Chorsatz von Otto Groll gesungen hat. Nicht weniger als 500 Chorwerke hat der in Sängerkreisen geschätzte Chorleiter, Komponist und Arrangeur komponiert und bearbeitet. Am 12. August feiert der Dülmener seinen 70. Geburtstag. Seit Anfang der 70er Jahre gehört er zu den ersten Musikfachleuten, die eine zeitgemäße Konzeption chorischer Arbeit verwirklichen. Nicht nur die ernste Chormusik nimmt in seinem Schaffen einen wesentlichen Platz ein, vor allem unterhaltende Chorsätze haben bei ihm einen hohen Stellenwert. Seine Werke zeigen eine Vielzahl von Elementen auf, die belebend und erfrischend wirken. Sie sind von einem Rhythmus geprägt, der die Sänger wie auch die Zuhörer mitreißt. Hunderte seiner Kompositionen sind im IRIS-Musikverlag erschienen. Nach der Reifeprüfung studierte er Musik und Mathematik an den Universitäten Münster und Köln, zusätzlich an der Universität Köln Philosophie und Pädagogik. 1956 übernahm er mit 23 Jahren seinen ersten Männerchor "Chorgemeinschaft Dülmen", Meisterchor in NRW. 1963 wurde Otto Groll zum jüngsten Kreischorleiter des Sängerkreises Westmünsterland ernannt. Seine vielfältigen Kompositionen und Bearbeitungen fanden bei den Chören sehr großes Interesse und erreichte hohe Aufführungszahlen, auch Chorsendungen in Funk und Fernsehen machten ihn weit bekannt, ebenso die zahlreichen Tonträger mit seinen Chören. Von der Kulturplakette bis zum Bundesverdienstkreuz reicht die Vielzahl von Ehrungen für Otto Groll. International wurde er schon 1967 bekannt anlässlich einer Konzertreise durch die USA. Konzertreisen führten den Dülmener mit seinen Chören durch Europa, nach Afrika, Südamerika, Kanada und immer wieder an die Ost- und Westküste der Vereinigten Staaten von Amerika. Aus den vier Chören Quartettverein Bocholt, MGV Buldern, MGV Heiden und Chorgemeinschaft Dülmen schuf er die Chorgemeinschaft Groll. | ||